175 Millionen Jahre im Zeitraffer aus Laufens Geschichte
Wussten Sie schon, -
dass die zahlreichen Versteinerungen in unserem Kalkstein doppelt so alt sind wie die Alpen (Jurameer vor 250 Millionen Jahren). |
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| dass es nirgends in der Schweiz so viele Höhlen aus der Steinzeit gibt wie im Birstal, da dieses Tal in der letzten Eiszeit im Gegensatz zur restlichen Eidgenossenschaft nicht vergletschert war, so dass die Rentierjäger hier Nahrung und Wasser fanden. |
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| dass in Laufen schon um 300 n. Chr. von den Römern Keramik gebrannt wurde, wie die Ausgrabungen der Römervilla im Müschhag 1917-1961 klar bewiesen. |
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| dass die dem fränkischen Nationalheiligen Martin geweihte Friedhofkapelle aus dem 8. Jahrhundert das älteste Talkirchlein ist. |
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| dass der burgundische König 999 aus Angst vor dem durch die Kirche prophezeiten Jüngsten Tag im Jahr 1000 dem Basler Bischof grosse Teile des Birstal schenkte. |
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| dass dieser Bischof 793 Jahre lang auch der weltliche Herrscher des Tales blieb, und 1295 das Städtchen Laufen gründete, ungefähr gleichzeitig mit Delsberg und St.Ursanne (Stadtgründer Peter Reich von Reichenstein). |
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| dass bei Grabungen auf dem Rathausplatz 1987 die erste zusammenhängende Holzhäuserzeile der Schweiz entdeckt wurde (13. bis 14. Jh.) |
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| dass der Fürstbischof im Laufe des Mittelalters sein Städtchen öfters an reiche Basler Kaufleute verpfändete, um zu Bargeld zu kommen. Das Städtchen hatte damals 300-400 Einwohner. |
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| dass Laufen am Aufschwung der Wissenschaften in der Renaissance auch einen kleinen Anteil hatte? |
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| dass Helias Helye, als Chorherr in Beromünster 1470 Herausgeber des ersten in der Eidgenossenschaft gedruckten und datierten Buches, war Laufner Bürger, er steht in Bronce gegossen auf dem Helyeplatz. In Basel, das damals noch zum deutschen Kaiserreich gehörte, wurden allerdings schon einige Jahre früher Bücher gedruckt! |
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| dass die Laufner zusammen mit anderen Untertanen im Fürstbistum sich im 18. Jh. gegen die absolutistische Vielregiererei ihres "gnädigen Herrn" in Pruntrut wehrten und mit Hilfe französischer Truppen besiegt wurden. Einer ihrer Führer, Hans Tschäni von Dittingen, wurde zum Tode verurteilt, aber zuletzt begnadigt. |
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| dass Laufen während der französischen Revolution für 87 Tage Teil eines eigenen, von Parteihader zerrissenen jurassischen Staates war, der "Raurachischen Republik". Diese wurde aber 1793 bis 1813 Teil Frankreichs. Im frz. Departement "Mont Terrible" war Laufen Kantonshauptstadt! |
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| dass das Laufental 1815 zusammen mit dem übrigen früheren Fürstbistum Basel durch Diktat der Sieger über Napoleon eidgenössisch wurde? |
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| dass Wohl aufgrund eines Irrtums am grünen Tisch des Wienerkongresses kam das "Laufonais" nicht zu Basel wie die anderen deutschsprachigen Vogteien Birseck und Pfeffingen, sondern wie die anderen Jurassier zu Bern. Wahrscheinlich wusste der Unterhändler, Baron d'Andlau aus Arlesheim, nicht einmal, dass seine Untertanen in "Laufon" deutsch sprachen. Er wollte mit Metternichs Unterstützung selber Fürst werden, dies gelang nicht wegen des Einflusses der bernischen Gesandten und aus strategischen Überlegungen, da Basel das starke Bern möglichst nahe an der Stadtgrenze haben wollte. |
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| dass die Pferdepost von Basel nach Laufen ab 1830 täglich fuhr, aber erst 1875 mit der Bahnverbindung die Industrialisierung und das Wachstum des vorher armseligen Kleinstädtchens begannen, das um 1900 noch von einer intakten Ringmauer mit Toren und Türmen umgeben war. |
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| dass Laufen in beiden Weltkriegen einer Garnisonsstadt mit regem militärischen Treiben glich was wohl auch die grosse Zahl von über 20 Wirtschaften bei damals bloss 2000 Einwohnern erklärt. |
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| dass 51,7 Prozent der Bewohner des Bezirks Laufen sich nach einer mehrjährigen Abstimmungskaskade 1989 bei einer Rekordstimmbeteiligung von über 93% denkbar knapp für den Übertritt in den Kanton Basel-Landschaft entschieden. Durch die Gründung des Kantons Jura 1979 war der Bezirk zur Bern-Exklave geworden und hatte deshalb die Möglichkeit für diesen in der Eidgenossenschaft bisher einmaligen Kantonswechsel eines Bezirks erhalten. |