FAQs

FAQs

 A. Allgemeine Fragen zu den Quartieren NAU

 

Frage

Antwort

Was ist der Auslöser? Anlass?

Das Stadtentwicklungsprogram „STEP“, das die
Laufner Gemeindeversammlung im 2011
verabschiedet hat. Darin ist die Strategie
„Wohnstandort“ entwickelt worden. Diese sieht
vor, dass sich Laufen dank einer koordinierten Stadtentwicklung zu einem attraktiven Wohnort
entwickelt.

Wer ist der Verantwortliche für die gesamte Entwicklung des Areals?

Die Stadt Laufen mit der Planungshoheit. Die
entsprechenden Zonenvorschriften müssen aber
von der Gemeindeversammlung und vom
Regierungsrat genehmigt werden.

Wer ist der Bauherr bzw. wer sind die Bauherren der verschiedenen Baufelder?

Die Bauherrschaften resp. Investoren werden
vom jeweiligen Grundeigentümer bestimmt.
Das gesamte Quartier „NAU Süd“ ist im
Eigentum der Stadt Laufen. Diese wird nicht
als Bauherrin auftreten.

Gibt es schon Investoren, die hier bauen möchten?

Erste Anfragen sind bereits eingegangen.

Hat die Stadt Laufen noch die Übersicht über das komplexe Projekt? Wer plant genau was, wer ist wofür verantwortlich?

Die Koordination aller Projekte läuft über die
Abteilung „Bau und Planung“ der Stadt-
verwaltung. Der Kanton ist verantwortlich
für den Hochwasserschutz Birs sowie die
Verlegung der Naustrasse. Für alle weiteren
Projekte sowie die Zonenvorschriften ist die
Stadt Laufen zuständig.

Bekommt die Stadt wirklich jährlich Einnahmen in Höhe von CHF 500'000 dank dem Baurechtszins, so wie es in der Zeitung stand?

Für den ersten Quartierplan NAU Süd gehen
heutige Berechnungen von einem Baurechts-
zins in der Höhe von zwischen CHF 400’00
bis 500'000 aus.

Verkraftet Laufen ein Wachstum von fast 10 Prozent? Hat es genügend Infrastruktur für ein solches Wachstum, z.B. genügend Schulräume?

Die angedachte Entwicklung wird über einen
Zeitraum von ca. 10 bis 20 Jahren erfolgen.
Die heute bestehende Infrastruktur in Laufen
ist für die aktuelle Bevölkerung eher über-
dimensioniert. Deshalb ist es wichtig, dass die
heutige Infrastruktur von mehr Einwohnern
benutzt und auch mitfinanziert wird.

Das heute bestehende Raumangebot kann
bei optimaler Ausnutzung die Bedürfnisse
an Schulräumen auch bei zunehmender
Bevölkerung abdecken.

Bedeutet „innere Verdichtung“, dass nun ganz Laufen mit Hochhäusern zugebaut wird? Wird Laufen mit NAU nun „verstädtert“?

Mit der Konzeptstudie von Herzog & De
Meuron wird sichergestellt, dass die neuen
Quartiere alle raumplanerischen Aspekte
beinahe ideal erfüllen: Nähe zu Bahnhof,
Altstadt, Birs, Sport- und Freizeitanlagen,
Velorouten, Kantonstrasse. Es werden keine
Hochhäuser gebaut. Ein grosses Gewicht
wird auch auf die Grün- und Freiräume
gelegt. Mit der Planung NAU erweitern wir
zudem die wertvollen Grün- und Freiräume
von Laufen: Denn mit NAU entsteht ein
durchgrüntes und ökologisch vernetztes
Quartier.

Welchen direkten Nutzen haben wir als betroffene Anwohnerschaft? Was „bekommen“ wir?

Laufen erhält mit der Planung NAU ein
attraktives Quartier mit neuen Fuss- und
Velowegen, einen Birsraum mit Aufenthalts-
qualität, eine neue, direkte Fuss- und Velob-
rücke von der Altstadt zum Quartier „NAU Süd“
sowie zu den Sport- und Freizeitanlagen.

Wie lange dauert es, bis das gesamte Areal überbaut ist?

Ab 2017 10 bis 20 Jahre.

Wann ist Baubeginn?

Für die Infrastrukturprojekte wie Hochwasser-
schutz, Verlegung der Naustrasse, Unterführung
Schliffweg und neue Fussgängerbrücke ist
Baubeginn ab ca. 2019.

Ein erstes Wohn- und Geschäftsgebäude
könnte ab 2017 realisiert werden.

 B. Fragen zum Hochwasserschutz und zu den neuen Brücken

Frage

Antwort

Was muss technisch gemacht werden, damit der hundertjährige Hochwasserschutz garantiert wird?

Teilweise werden die bestehenden Uferver-
bauungen erhöht. In der NAU und in „Norimatt“
wird der Birsraum verbreitert.

Wer plant den Hochwasserschutz? Wer bezahlt die Massnahmen? Kann Laufen dabei mitreden?

Der Kanton Basel-Landschaft ist Bauherr. Die
Stadt Laufen ist in der Projekt-Begleitgruppe
vertreten. Die Kosten gehen zu seinen Lasten.
Der Bund subventioniert das Projekt und auch
die Anstösser an die Gewässer müssen einen
Beitrag leisten. Die Stadt Laufen wurde zur
Stellungnahme eingeladen.

Warum soll gleichzeitig die Strassen-brücke und damit die Strasse verlegt werden?

Die Naustrasse am heutigen Standort würde
sowohl die neuen Quartiere von der Altstadt
und Bahnhof abtrennen als auch den neuen,
attraktiven Birsraum zerschneiden.

Warum braucht es eine weitere Fussgängerbrücke?

Sie ist ideal, weil sie eine direkte, bequeme
und attraktive Verbindung von der Altstadt
zum alten „Schlachthuus“, zum neuen Quartier
„NAU Süd“ sowie zu den Sport und Freizeit-
anlagen ermöglicht.

 

C. Fragen zur künftigen Nutzung und Bebauung NAU

Frage

Antwort

Was regeln die neuen Zonenvorschriften genau?

Es werden die Zonen geschaffen, welche
die Überbauung nach der Konzeptstudie
von Herzog & De Meuron bezüglich Länge,
Breite, Höhe, Abstände etc. ermöglichen.

Mit den neuen Zonenvorschriften werden
auch die neuen Strassen-, Fuss- und Veloweg
- Führungen festgelegt.

Welche Nutzungen sind geplant? Wo wird gearbeitet, wo gewohnt?

Gemäss der Strategie sollen vor allem
Wohnungen entstehen. Dienstleistungs-
betriebe sind aber auch möglich. Die
konkreten Nutzungen werden dann
mit den folgenden Planungsschritten
„Quartierplan“ sowie „Baugesuch“ festgelegt.

Für welche Zielgruppe sind die neuen Wohnungen? Wird hier nur für die gut Verdienenden gebaut?

Die genaue Nachfrage wird sich in den
nächsten Jahren noch zeigen. Klar ist, dass
neuer attraktiver Wohnraum an bester Lage
preislich über dem Durchschnitt liegen wird.

Wie viele Wohnungen sind geplant? Wie viele zusätzliche Personen werden dort leben.

Über alle drei Quartierpläne betrachtet
entstehen in den nächsten 10 bis 20 Jahren
maximal ca. 170 Wohnungen für ca. 350
Personen.

Gibt es schon Interessenten für Wohnungen, Büros?

Im Areal „NAU Süd“ hat bereits ein grösserer
Dienstleister sein konkretes Interesse für Büro-
räumlichkeiten bekundet.

Für Interessenten an den neuen Wohnungen ist
der aktuelle Planungsstand noch zu früh.

Wie viele neue Arbeitsplätze entstehen? Wer soll hier arbeiten?

Die genaue Nachfrage wird sich in den nächsten
Jahren noch zeigen. Aktuell besteht ein
Interessent für ca. 100 Arbeitsplätze. Prioritär
soll aber zusätzlicher Wohnraum entstehen.

Gibt es im neuen Quartier auch Einfamilienhäuser?

Ja, entlang der Birs sind im Endzustand ca. 5
Einfamilienhäuser vorgesehen.

 

D. Fragen zum neuen Birsufer und zu den Freiflächen

Frage

Antwort

Gibt es nun den öffentlichen Birspark,
wie er an der Mitwirkungsveranstaltung versprochen wurde?

Es wird sowohl im Gebiet Nau als auch im
Norimatt durch die Birsaufweitung neue
zugängliche Freiflächen geben. Diese Flächen
weisen aber nicht wie ein Park Liegewiesen
auf, sondern werden primär durch die Birs
und ihr Geschiebe natürlich gestaltet.

Wie viel Aufenthaltsfläche erhalten wir nun an der Birs? Wie können wir das
neue Birsufer nutzen?

Die neuen Flächen betragen mehrere Tausend
Quadratmeter. Die Flächen werden natürlich
gestaltet und weisen keine festen Einrichtungen
auf wie Grillstellen, Sitzbänke oder dergleichen.

Wie geht Laufen generell mit den Grün- und Freiflächen um? Gibt es ein Gesamtkonzept?

Laufen verfügt über viele Grünflächen und wird
diese auch in Zukunft behalten. Auf dem
heutigen Areal NAU gibt es keine
erhaltenswerten Grünflächen.

Kann der unter Schutz gestellte Baum erhalten bleiben?

Auf dem Planungsperimeter der ersten beiden
Quartierpläne hat es keinen geschützten Baum.

E. Fragen zum Verkehr und zur Parkierung

Frage

Antwort

Wird es mehr Verkehr geben aufgrund
der geplanten Bebauung?
Wie viel Mehrverkehr entsteht?

Mehr Einwohner bedeuten theoretisch immer
auch mehr Verkehrsbewegungen. Dank der
idealen Lage ist das Quartier NAU optimal
geeignet für Personen, die auf ein Auto
verzichten möchten. Autofahrer, die in erster
Priorität in Richtung Basel fahren, belasten
nur den unteren Teil der Baselstrasse und
somit nur wenig von Laufens Baugebiet.

Gibt es ein unterirdisches Parking?

Sämtliche Pflichtparkplätze für die Wohnungen
und Büros werden unterirdisch erstellt.
Oberirdisch wird es nur wenige Besucherparkplätze
geben.

Wo kann ich künftig mein Auto parkieren, wenn ich zur Eishalle will?

Es laufen noch Abklärungen. Ziel ist es, ca. 40
bis 50 Parkplätze bei der Eishalle anbieten zu
können. Als weitere Parkplätze können die
bestehenden beim Fussballplatz entlang des
Schlyffwegs sowie auf dem Amthausparkplatz
benutzt werden.

Wie wird der Baustellenverkehr organisiert?

Das gesamte Areal liegt an den Kantonstrassen
Baselstrasse und Naustrasse, über welche auch
der Baustellenverkehr abgewickelt wird.
Kommunale Strassen werden durch den
Baustellenverkehr keine belastet.

F. Fragen zum Einbezug der Bevölkerung und zur Information 

Frage

Antwort

Was ist mit Ergebnissen aus der bisherigen Mitwirkung passiert?

Die Ergebnisse wurden hinsichtlich
ihrer Eignung für eine Umsetzung geprüft.
Wo möglich flossen diese in die Planungen
ein.

Können wir Laufner weiterhin bei der Entwicklung von NAU mitreden?

Im Quartier „NAU Süd“ bestimmt
das Vorgehen die Stadt Laufen als
Eigentümerin. Hier ist die Einflussnahme
am grössten. Auf die privaten Bauparzellen
ist das Einwirken eingeschränkt. An den
öffentlichen Mitwirkungen und an den
Gemeindeversammlungen zu den Quartier-
plänen kann die Bevölkerung direkt
Einfluss nehmen. Die Quartierpläne werden
durch die Gemeindeversammlung verab-
schiedet. Während den öffentlichen Planauflagen
der Quartierpläne und der Baugesuche
besteht ein Einspracherecht.

Warum gibt es nun noch eine formelle Mitwirkung, nachdem wir schon zwei Mitwirkungsanlässe gemacht haben? Was ist der Unterschied?

Bei der formellen Mitwirkung geht es um
das offizielle Mitwirkungsverfahren zur
Mutation der Zonenvorschriften, welches
so im Planungsrecht verankert ist. An den
öffentlichen Mitwirkungsanlässen (im 2010,
2011, 2013 und 2014) wurden die Anliegen
im Hinblick auf STEP sowie die künftige
Nutzung des Areals NAU gesammelt, geprüft
und nach Möglichkeit in der Planung
berücksichtigt.

Wo finde ich weitere Informationen zum Projekt?

Auf den Homepages der Stadt Laufen und von
STEP:  www.laufen-bl.ch und www.step-laufen.ch

Wenn ich noch weitere Fragen habe, an wen kann ich mich wenden?

An die zuständige Stadträtin sowie an die
Stadtverwaltung.