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Frühe Sprachförderung

Frühe Sprachförderung ist der Schlüssel zum Erfolg unserer Kinder

Sprache ist weit mehr als ein Mittel zur Verständigung – sie ist das Fundament für den schulischen und sozialen Erfolg unserer Kinder. Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die Sprachentwicklung. Kinder nehmen die Sprache in dieser Zeit „wie ein Schwamm“ auf: Je früher sie mit ihr in Berührung kommen, desto schneller und sicherer erlernen sie sie. Diese Entwicklung passiert im Alltag, in der Interaktion mit uns Erwachsenen und im Spielen mit anderen Kindern.

Hier setzt das neue Sprachförderprogramm des Kantons Basel-Landschaft an. Es zeigt allen Eltern auf, wie sie ihre Kinder bestmöglich sprachlich unterstützen können. Eltern mit anderen Erstsprachen als Deutsch wird zusätzlich gezeigt, wie ihre Kinder die deutsche Sprache erlenen können. Das Konzept ist im Kern einfach: In den ersten Lebensjahren sollen Eltern so oft wie möglich in ihrer eigenen Sprache mit ihren Kindern sprechen, ihnen zuhören und ihnen die Welt erklären. Gleichzeitig ist es wichtig, dass Kinder regelmäßig mit anderen Kindern sprechen und spielen. Für Kinder von nicht-deutschsprachigen Eltern ist es zudem wichtig, dass sie auch mit Kindern spielen, die Deutsch sprechen. So profitieren sie von beiden Sprachen, was ihnen langfristig nützt. Falls deutschsprachige Spielkameraden fehlen, kann der Besuch einer Spielgruppe oder Kita helfen, den Kontakt zur deutschen Sprache zu fördern.

Seit diesem Jahr bietet der Kanton spezifische Weiterbildungen für Kita- und Spielgruppenpersonal in früher Sprachförderung an. Kitas und Spielgruppen, die qualifiziertes Personal beschäftigen, können zudem Fördermittel beantragen. Ab Januar 2025 führt der Kanton außerdem einen kurzen obligatorischen Sprachtest für alle Dreijährigen ein. Eltern werden dabei über den Sprachstand ihrer Kinder informiert und bei Bedarf auf Fördermöglichkeiten hingewiesen. Gemeinden haben die Option, Unterstützungsangebote wie Kita- oder Spielgruppenstunden zu schaffen und sogar ein Sprachförderobligatorium für Kinder mit Förderbedarf einzuführen.

Dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Viele Gemeinden, darunter auch Laufen, haben sich noch nicht für eine Haltung entschieden oder genaue Prozesse definiert. Jetzt ist die Zeit für Ideen und Engagement. Wer das Projekt unterstützen oder Anregungen einbringen möchte, ist herzlich eingeladen, sich beim zuständigen Stadtrat Damien Jermann zu melden.

Weitere Informationen finden Sie hier.